Börsennotierte Unternehmen nutzen die Dividende gern als eine Art Aushängeschild, an dem 
sich Qualität und Erfolg der Unternehmensführung ablesen lassen. Logische Folge: Kürzungen 
werden möglichst vermieden und auf Großkrisenzeiten beschränkt, lieber wird Jahr für Jahr eine 
Erhöhung verkündet, um die Shareholder zufriedenzustellen. So auch in der aktuellen 
Dividendensaison: Die im STOXX Europe 600 vertretenen deutschen Konzerne werden ihre 
Auszahlungen trotz Konjunkturflaute voraussichtlich um etwa 2 Milliarden auf circa 58 
Milliarden Euro anheben. Insgesamt dürften die in diesem Index abgebildeten Unternehmen 454 
Milliarden Euro ausschütten, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Dividenden können damit einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite eines Portfolios liefern, 
der von vielen Anlegern unterschätzt wird. So stammten 39 Prozent der durchschnittlichen 
Jahresrenditen der MSCI-Europe-Titel in den letzten vier Jahrzehnten aus 
Unternehmensausschüttungen. In der Region Asien-Pazifik waren es sogar 49 Prozent. Hinzu 
kommt: Portfolios mit einem hohen Dividendenzahler-Anteil sind statistisch weniger 
schwankungsanfällig.