Die lahmende Konjunktur und die daraus resultierenden Jobverluste haben im ersten Halbjahr 
2026 sowohl für steigendes Interesse an Rechtsschutzpolicen als auch für höhere 
Leistungsausgaben im Arbeitsrechtsschutz gesorgt. Der Gesamtverband der Deutschen 
Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für das Gesamtjahr ein Beitragswachstum von 4,5 
Prozent in der Sparte. „Wenn Unternehmen Stellen abbauen oder umstrukturieren, nehmen auch 
die Konflikte am und um den Arbeitsplatz zu. Für Beschäftigte kann es dann schnell um die 
eigene wirtschaftliche Existenz gehen“, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Der 
Arbeitsrechtsschutz gewinnt deshalb gerade in einer Phase schwacher Konjunktur zunehmend 
an Bedeutung.“ Während 2024 noch 33,9 Prozent und im vergangenen Jahr bereits 36,8 Prozent 
aller Schadenzahlungen der Rechtsschutzversicherer auf Arbeitsrechtsschutz entfielen, stieg der 
Anteil in den ersten beiden Quartalen 2026 weiter auf 38,6 Prozent.

Eine entsprechende Police unterstützt Arbeitnehmer bei einer Kündigung oder anderen 
Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber mit anwaltlicher Beratung und Rechtskostenerstattungen bis 
zur vereinbarten Deckungssumme. Wichtig ist, die Police frühzeitig abzuschließen, nicht erst 
wenn ein Streitfall eingetreten ist.