Im vergangenen Jahr sind die Wohnimmobilienpreise in Deutschland doppelt so stark gestiegen 
wie im Vorjahr, nämlich durchschnittlich um 4,2 Prozent. Nach Berechnungen des Verbands 
Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) haben sich insbesondere Mehrfamilienhäuser verteuert, für 
die 5,2 Prozent mehr bezahlt werden mussten als 2024. Bei selbst genutztem Wohneigentum 
betrug die Steigerungsrate 3,0 Prozent. Auch die Mieten legten wieder merklich zu und lagen
Ende 2025 um 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Damit scheint die Phase nachlassender Preissteigerungsdynamik vorüber zu sein, die sich zuletzt 
vor allem aufgrund gestiegener Finanzierungskosten gezeigt hatte. Kurz- und mittelfristig 
spricht wenig für eine Entspannung, da nach wie vor weniger Wohnungen gebaut werden als 
nötig. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) schätzt, dass in diesem Jahr 215.000 Einheiten 
fertiggestellt werden – 257.000 müssten es bis 2040 pro Jahr sein. Wie ZIA-Präsidentin Iris 
Schöberl auf procontra-online hervorhob, „klafft die Lücke zum tatsächlichen Bedarf weiterhin 
bedrohlich. Wir stecken mitten in einer handfesten Neubaukrise.“